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Warum Ultraleicht, Fox, low and slow?!

 Nun ja, seit einem Ungarn-Urlaub 1995 hat mich das Flugfieber gepackt. Damals standen da am Balaton auf jeder dritten Wiese so ein paar Kinderwagen mit Rasenmäher und Sonnensegel oben drauf, und für ein paar Kröten fünfzig konnte man sich von den danebenstehenden Jungs über den See fliegen lassen. WAHNSINN, aus 300m Höhe direkt durch die Badelatschen nach unten gucken zu können und mit 80 Sachen über die Landschaft zu knattern. Ein Polaroid war auch schon im Preis inbegriffen:

Wie man sieht: ich hatte noch nicht mal Badelatschen an! (Die Zeit und das Vergessen ;-)) Meine damals "NochNurFreundin" Daggi (Hi Schatz!) kurz vor dem Flug...

Recherche daheim: Das waren also Ultraleichtflugzeuge, genauer gesagt "Trikes", also Drachengestelle mit einem festen Unterbau, an denen ein paar PS in einem Zweitakter rumschieben. So weit so gut. In der Umgebung Wuppertals, wo ich seinerzeit wohnte, schulte aber niemand wirklich auf den Dingern, und Segelflug im Verein war nun nicht das Ding, was ich mir vorgestellt hatte.

Durch einen blöden Zufall geriet ich dann Ende 1996 an eine Flugschule in Stadtlohn im Münsterland, die nicht auf Trikes, sondern Dreiachsern schulte. Ich bretterte also die 120km zum Platz und fand mich unversehens in einem kleinen pummeligen Fliegerchen wieder, das mir als Fox (Ausführung AERO, als mit geschlossener Kabine) vorgestellt wurde. Wilhelm, der Fluglehrer, nahm mir dann für ne Dreiviertelstunde den Atem und hatte (etwas zeitversetzt wegen Nachwuchs meinerseits) im Frühjahr 1998 einen neuen Kunden.

Schade, der pummelige Fox war nicht mehr da, dafür gab es jetzt zwei etwas schnittiger aussehende Maschinen namens C42 und P92. Egal, Schein gemacht, danach gechartert und die Welt von oben betrachtet.

Januar 2002: Umzug nach Höxter in ein kleines Dorf mit Flugplatz in Sichtweite (grins), auch hier eine Flugschule, die ihre Flieger verchartert! Ideal eigentlich.

Bis ich dann Ostern 2004 gerüchteweise zu Ohren bekam, die Schule werde sich möglicherweise umorientieren und entweder weggehen oder aber sich mehr und mehr der Schulung auf Gyrokoptern zuwenden. Schock: wo krieg ich dann einen Flieger her?! Tja, eine Woche nach Ostern war einer der beiden Flieger der Schule ein Totalschaden, der andere war bereits fürs Jahresende verkauft!

Fleißig Inserate durchforstet, und im Sommer hatte ich ihn dann, den Tango Oskar, einen Fox II der Firma Comco-Ikarus, Baujahr 1985, mit 38PS und viel Bedarf an Zuneigung und Pflege!! Egal - MEINER! Ich holte Oskar mit dem Hänger nach Höxter, da die Papiere noch nicht da waren, baute alles wieder zusammen und Thomas, der damalige Fluglehrer hier, machte vorsichtshalber mal eine Proberunde allein über den Platz. Er stieg mit einem Grinsen aus, das ich bis heute nicht zuordnen kann: "Geht alles!" war der knappe Kommentar...

Nun muss man sagen, Thomas ist über etwas modernere Geräte als den Fox in die Gyrokopter-Schiene gerutscht, also nicht wirklich nahe dran an alten Geräten wie dem Fox... Dennoch: Wir haben die Abende drauf noch etwas geschraubt und mal die ersten "Hüpfer" entlang der Piste in Höxter zu zweit gewagt um zu sehen, ob uns denn der gute alte Rotax 462 mit 38PS überhaupt zusammen vom Boden holt - und das tat er!!

Anfang September: Wir verabreden uns für den frühen Abend, um gemeinsam eine "richtige" Runde zu drehen. Leider steckt Thomas mit einem Flugschüler auf einem fremden Platz und kommt nicht verabredungsgemäß wieder. Mich kribbelt es aber, und nach anderthalb Stunden Wartezeit wag ich es dann: Motor an, "Höxter Info, D-MXTO, eine Person zur 32, lokal!".... Hui, mir ging vielleicht die Düse!!! Aber alles funzte prima - sicher: das Steigen ist ein Anderes mit 80+PS, auch der Landeanflug ist vergleichsweise putzig und das Landen selbst 20cm überm Boden eine Sache der Gewöhnung, aber man kommt doch schnell rein!

Mir jedenfalls musste man nach dem Erstflug das breite Grinsen aus dem Gesicht raus operieren!! Es ist einfach die wahre Wonne, in einem offenen Flieger mit +/- 70 km/h über die Landschaft zu brummen und den Flug samt Nähe zum Boden zu genießen. Klar: mal eben zum Krabben pulen an die See oder auf eine Haxe mit Alpenblick ist nicht, dafür muss man in einer anderen Liga spielen! Aber es gibt (glücklicherweise) noch eine Reihe anderer Flieger, die das Gefühl, auf so eine ursprüngliche, "wahre" ultraleichte Art unterwegs zu sein, ebenfalls schätzen, und falls Ihr Lust habt, sie zu besuchen: Ihr findet sie in den "Links"....und im Forum!

 

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